Die Änderung des Bebauungsplans Anschutz-Areal... ...ist dringend notwendig. Auch den Eigentümern müsste klar sein, das die zulässigen Hochhäuser die Entwicklung des Grundstücks eher blockieren als fördern. Wer möchte schon im Schatten eines Hochhauses wohnen oder arbeiten? Unter anderem die absurde Hochhausanordnung hat die Leute massenhaft dazu bewogen, den Bürgerentscheid zu unterstützen. Eine Änderung des Babauungsplans sollte daher eher als Chance zur Akzeptanz verstanden werden und nicht als Gesichtsverlust. Insofern unterstützen wir alle Bemühungen, das öffentliche Interesse an einer partizipativen Neuausrichtung der Entwicklung zu bekräftigen. Wir selber haben mit den Anschutz-Vertretern Kontakt aufgenommen. Bei einem ersten Gesprächstermin Anfang Juni wurden die unterschiedlichen Positionen ausgetauscht. Wir wollen das Gespräch fortführen. Potsdamer Platz II in Friedrichshain?Am 16.05.2011 hat die Vivico ihre Hochhausplanung im Bürgerentscheid-Spreeufer-für-alle-Gebiet öffentlich vorgestellt. Rund 30.000 Menschen haben bei der Wahl am 13. Juli 2008 u.a. gegen die Errichtung neuer Hochhäuser im Spreeraum gestimmt. Offenbar haben die Entwickler diese Tatsache irgendwie verdrängt - man möchte an dem mittlerweile fast zehn Jahre alten Masterplan festhalten und quasi ein kleines Europacenter II mit Stern auf dem Dach an die Spree setzen. Das ist billig.
Das Hochhaus wäre für viele Jahre und Jahrzehnte ein einsamer Zahn in der Landschaft und würde wieder einmal nichts als Kopfschütteln hervorrufen. Denn alle wissen, dass die übrigen acht geplanten Hochhäuser genauso gebaut werden, wie die Hochhäuser am Alexanderplatz - nämlich garnicht. Zudem steht es in der Frischluftschneise des Spreeraums. Die Marke Daimler wäre an dieser Stelle für viele Berliner und unzählige Berlin-Besucher verbunden mit der Provokation gegen den Bürgerwillen und der Vernunft - sehr gut für das Image! Wieder einmal wird die Öffentlichkeit erst informiert, wenn alles schon beschlossen ist. Vivico und Daimler waren zu keinen Abstrichen oder Kompromissen bereit. Einen ersten Vorschlag, das Gebäude auf die Forderung des Bürgerentscheids zu begrenzen, gibt es bereits. Dies wäre unproblematisch und ökologisch sinnvoll. Die Mehrkosten der teuren Flächen im Hochhaus könnten in den Ankauf von ein wenig mehr Grundstücksfläche verlagert werden. Das Raumprogramm ließe sich auch ohne Hochhaus realisieren. Wir fordern, dass endlich ein sozialpolitisches Konzept für diesen Spreebereich entwicklet wird, das einen Anteil landeseigener Sozialwohnungen beinhaltet (z.B. auf dem benachbarten BSR-Gelände). Dann könnte man neuer Ansiedlung von Dienstleistern gelassener entgegensehen - auch wenn viele meinen, dass Daimler am Potsdamer Platz eigentlich besser untergebracht ist. Tagesspiegel - Abendschau 
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