Nachlese zum Aktionstag am 14. Juli 2012
Zunächst einmal einen ganz herzlichen Dank an alle, die sich sehr engagiert dafür eingesetzt haben, die Spreedemo 2012 zum Erfolg zu führen! Das mediale Interesse am Jahrestag des Bürgerentscheids und an der Demo mit den damit verbundenen Themen war enorm…
(siehe Presse) Es ist uns gelungen, die Öffentlichkeit auf die skandalöse Ignoranz des Senats bezüglich der Umsetzung des Bürgerentscheids „Spreeufer für alle!“ hinzuweisen. Sämtliche Mediaspree-Planungen werden weitestgehend unverändert fortgeführt! Ökologische Aspekte wie Frischluftschneise, Biodiversität, Naherholungsflächen, Daseinsvorsorge etc. beiben dagegen auch 2012 gänzlich unberücksichtigt! 
Es konnte auch der Zusammenhang zwischen der Mediaspree-Planung und dem Ausverkauf der Stadt und der damit verbundenen zu erwartenden und bereits stattfindenden Mietsteigerungen und der Verdrängung der angestammten Bevölkerung thematisiert werden. Die bereits stattfindenden Zwangsumsiedlungen der finanziell zu schwachen Teile der Bevölkerung in Gebiete außerhalb der Innenstadt sind nicht zu tolerierende, praktizierte, pure Gewalt! Gegen diese Kampfansage der Politik werden wir weiterhin unsere Stimme erheben und Widerstand leisten! Trotz des starken Regens am späteren Vormittag am Samstag, 14. Juli 2012, kamen über 1.000 Leute zur Spreedemo um an den Bürgerentscheid vor vier Jahren zu Erinnern. Wegen des Regens startete Demo mit etwa einer Stunde Verspätung, endete jedoch überpünktlich um 21:57 Uhr. Auf der Demo konnte man interessante Beiträge von Rednern verschiedenster Initiativen und Gruppierungen hören und auf der Wegstrecke wie auf der Abschlusskundgebung kam durch die Musik der fünf Paradewagen echte Partystimmung auf. Mit dem bunt geschmückten Wagen des Mörchenpark e.V. und deren bunt ver- respektive gekleideten Begleiter wurde der Demo eine besondere Note verliehen. Doch die während des Umzuges gewonnen Sympathien verspielte die Crew auf dem Wagen des Mörchenpark e.V. wieder bei der Abschlusskundgebung: Sie schaltete die Funkübertragung der Reden zu ihrem Wagen während den Reden mehrfach ab und übertönte die Reden mit lauter Musik, was vor allem die politisch aktiven Teilnehmer der Demo störte und übel nahmen. Ja, Solidarität sieht anders aus! Ansonsten gab es jedoch keine störende Zwischenfälle und die Demonstration verlief absolut friedlich.
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